Ihre Motivation für die Aufgabe ist dabei auch persönlich geprägt. Beide arbeiten in einem technisch und wissenschaftlich geprägten Umfeld, in dem Frauen weiterhin weniger stark vertreten sind. „Wir sind selbst Frauen und Frauen in der Technik sind immer noch eher wenige“, sagt Saskia. Für sie ist es deshalb wichtig, anderen zu zeigen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen. Gleichzeitig geht es ihr darum, dass diese Möglichkeiten für alle Menschen gleichermaßen bestehen.
Auch für Magda steht das Miteinander im Mittelpunkt. „Es ist wichtig, dass sich hier alle wohlfühlen und es eine Ansprechperson gibt für die, die ein Problem haben oder sich nicht wohlfühlen. Dass man das nicht mit sich allein ausmachen muss“, sagt sie.
Die Arbeit der BfC umfasst drei zentrale Themenfelder: Gleichstellung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Prävention und der Umgang mit schwierigen oder grenzüberschreitenden Situationen am Arbeitsplatz. Mitarbeitende können sich mit unterschiedlichen Anliegen an die beiden wenden. Dabei muss niemand schon genau wissen, ob das eigene Thema tatsächlich in den Aufgabenbereich der BfC fällt. Ein erstes Gespräch kann helfen, die Situation einzuordnen und gegebenenfalls die richtige Ansprechperson zu finden.
Besonders wichtig ist dabei die Vertraulichkeit. „Ich glaube, es gibt nichts Wichtigeres“, sagt Magda. Informationen werden nicht ohne Zustimmung der betroffenen Person weitergegeben. Auch untereinander besprechen die beiden ein Anliegen nur, wenn die betreffende Person damit einverstanden ist. Wer sich lieber nur an eine der beiden wenden möchte, kann das jederzeit tun. „Man kann ganz klar sagen: Saskia, ich möchte mit dir reden oder Magda, ich möchte mit dir reden“, erklärt Saskia. Die jeweils andere zieht sich dann zurück. Die Vertraulichkeit bleibt gewahrt.