Im Zentrum von SafeTouch steht ein mikroelektronischer Chip, der auf Oberflächen wie Türklinken, Fahrstuhlknöpfen oder Lichtschaltern integriert werden kann. Durch einen kurzen elektrischen Impuls erhitzt sich die Chipoberfläche auf etwa 130 °C. Bei dieser Temperatur werden Viren sofort inaktiviert und Bakterien abgetötet. Unmittelbar danach kühlt die Oberfläche wieder ab, sodass der gesamte Reinigungszyklus nur wenige Zehntelsekunden dauert.
Ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Desinfektionsmethoden liegt in der Kombination aus Geschwindigkeit, Effizienz und Sicherheit. Klassische Verfahren sind häufig zeitaufwendig, kostenintensiv, chemiebasiert oder nicht durchgehend zuverlässig. SafeTouch hingegen arbeitet automatisiert, benötigt keine zusätzlichen Reinigungsmittel und kann kontinuierlich im Hintergrund wirken. Trotz der lokal hohen Temperatur bleibt die Anwendung für den Menschen sicher: Die im Chip gespeicherte und an die Haut abgegebene Wärmemenge ist so gering, dass selbst bei kurzzeitigem Kontakt während des Erhitzens keine Hautschäden zu erwarten sind. Möglich wird dies durch die gezielte Auslegung der thermischen Masse. Die Oberfläche des Chips erhitzt sich schnell, gibt jedoch nur minimal Energie an die Haut ab.
Technologisch basiert der Chip auf einem flexiblen Glassubstrat, das sowohl elektrisch als auch thermisch isolierend wirkt. Eine metallische Schicht dient als Heizelement, während eine spezielle Epoxidharz-Beschichtung die darunterliegenden Strukturen schützt und gleichzeitig für eine robuste, abriebfeste Oberfläche sorgt. Besonders für gewölbte Anwendungen, etwa Türklinken, ist die Flexibilität des Substrats entscheidend.